Gemeindeversammlungen zur Kirche der Zukunft

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07.05.2026

[Lauterbach]

Zur Gemeindeversammlung in der „Sonne“ konnte Dekan Kocholl zahlreiche Gemeindemitglieder begrüßen

Große Veränderungen: Kurzfilm gibt ersten Eindruck

Im anschließend gezeigten Kurzfilm wurden die in unserer Diözese anstehenden Reformen klar und anschaulich erklärt, so dass die Besucher*innen einen ersten Eindruck von den großen Veränderungen gewinnen konnten.

Die derzeit über 1000 Kirchengemeinden in unserer Diözese sollen bis zum Jahr 2030 zu nur noch 50 bis 80 Kirchengemeinden zusammengeführt werden. Dies geschieht durch die so genannte Union, bei der eine Kirchengemeinde die anderen Kirchengemeinden aufnimmt und die aufnehmende Kirchengemeinde Pfarrsitz wird. Der Name der neuen Kirchengemeinde kann neu gewählt werden.

Antwort der Kirche auf die Herausforderungen der Zeit

Mit der Reform wird auf die stark sinkenden finanziellen und personellen Ressourcen reagiert. Gleichzeitig soll mit
der Reform die pastorale Arbeit gestärkt werden. Damit sich Haupt- und Ehrenamtliche stärker der Seelsorge widmen können, sollen sie spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Die bisherigen Gemeinden bleiben als „Kirchorte“ erhalten, sind Mittelpunkt für das religiöse Leben vor Ort und bieten auch künftig die Möglichkeit zur Mitgestaltung z. Bsp. in Kirchortausschüssen.

Jede Kirchengemeinde musste bis Ende April ein Votum abgeben, mit welchen Kirchengemeinden bzw. Seelsorgeeinheiten eine Union denkbar bzw. wünschenswert wäre.

Im Mai stellen die Dekanatsleitungen diese ersten Voten für die gesamte Diözese zusammen. Daraus wird dann in
weiteren Beratungen im Laufe des Jahres die neue Aufteilung entstehen.
Letztlich wird Bischof Krämer im Dezember über die Zusammensetzung der neuen Kirchengemeinden final entscheiden. 

Eine Fragerunde schloss sich an, welche von Gemeindereferentin Verena Oehl moderiert wurde.
Insgesamt überwog bei den Beiträgen eher die Skepsis, inwieweit sich jede bisherige Kirchengemeinde in der neuen großen Kirchengemeinde wiederfinden kann und wer in den Kirchorten Ansprechpartner sein wird.
Es wird wichtig sein, dass Lauterbach im nächsten Kirchengemeinderat, welcher dann auf Ebene der neuen Kirchengemeinde gewählt wird, mit mindestens einem Mitglied vertreten sein wird.

Nach einer guten Stunde schloss Dekan Kocholl die Gemeindeversammlung, welche die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer frisch informiert, aber sicher auch nachdenklich zurückließ.